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Melatonin

Supplement
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Auch bekannt als:SchlafhormonN-Acetyl-5-MethoxytryptaminCircadin (Markenname, 2 mg retardiert)Slenyto (Markenname, Kinder)Melatonin Vitabalans
85Medical Score
72Community Score
+13Score-Divergenz

Der medizinische Score profitiert von klarer EMA-Zulassung [s13] und mehreren Cochrane-nahen Metaanalysen [s4, s7], während die Community-Bewertung durch verbreitete Erfahrungen mit zu hoher Standarddosierung und enttäuschenden Durchschlafeffekten gedämpft wird [c1, c2, c3]. Viele Nutzer finden erst nach Dosisreduktion auf 0,3–1 mg eine zufriedenstellende Wirkung, was die Diskrepanz erklärt.

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Bewertungsskalen

Nutzen
4/5
Risiko
1/5
Kosten
1/5
Evidenz
5/5

TL;DR

Melatonin ist bei Einschlafproblemen, Jetlag und Schichtarbeit gut belegt – der entscheidende Punkt, den die meisten Nutzer falsch machen: Die üblichen Handelsdosen von 5–10 mg sind pharmakologisch überdosiert. Physiologische Dosen von 0,3–1 mg sind für den Einschlafeffekt oft ausreichend und verursachen deutlich weniger Tagesmüdigkeit und Traumstörungen. In Deutschland gilt Melatonin bis 1 mg als rezeptfrei verkehrsfähig; höhere Dosen und Retardformulierungen wie Circadin® sind verschreibungspflichtig. Kein Abhängigkeitspotenzial, aber auch kein Allheilmittel bei chronischer Insomnie.

Beschreibung

Körpereigenes Schlafhormon der Zirbeldrüse, das den zirkadianen Rhythmus reguliert; wirksam bei Einschlafproblemen, Jetlag und Schichtarbeit; in Deutschland bis 1 mg rezeptfrei [s1, s2].

Melatonin (N-Acetyl-5-Methoxytryptamin) ist ein endogenes Hormon, das hauptsächlich von der Zirbeldrüse (Epiphyse) bei Dunkelheit produziert und ins Blut ausgeschüttet wird [s1]. Es gilt als zentraler Taktgeber des zirkadianen Rhythmus des Menschen und reguliert den Schlaf-Wach- Zyklus, Körpertemperatur, Hormonsekretion und Appetit [s2, s3]. Die endogene Melatoninproduktion beginnt typischerweise 1–2 Stunden vor dem gewohnten Schlafzeitpunkt (sog. DLMO = Dim Light Melatonin Onset), erreicht ihr Maximum in der Mitte der Nacht und fällt bei Lichtexposition rasch ab [s1, s3]. Mit zunehmendem Alter sinkt die Melatoninproduktion erheblich, was bei älteren Menschen häufig zu Einschlaf- und Durchschlafproblemen beiträgt [s5]. Exogen zugeführtes Melatonin in pharmakologischen Dosen (0,5–10 mg) imitiert die physiologischen Signale der Zirbeldrüse, kann aber bei Überdosierung den zirkadianen Rhythmus stören [s6, s7]. Klinisch gut belegt ist die Wirksamkeit bei Jetlag, verzögertem Schlafphasensyndrom und primärer Insomnie bei älteren Erwachsenen [s4, s5, s8]. Für die allgemeine Insomnie zeigen Metaanalysen kleine bis moderate Effekte auf die Einschlaflatenz [s4, s7]. Melatonin verfügt über zusätzliche Eigenschaften als potentes Antioxidans, entzündungshemmendes und potenziell neuroprotektives Molekül [s9, s10], wobei die klinische Relevanz dieser Effekte beim Menschen noch weitgehend unklar ist [s10]. In Deutschland ist die Rechtslage besonders komplex: Niedrig dosierte NEMs (≤1 mg) sind rezeptfrei erhältlich, höhere Dosen gelten als verschreibungspflichtige Arzneimittel [s14]. Das BfR warnt ausdrücklich vor unkontrollierter Anwendung und verweist auf offene Fragen zur Langzeitsicherheit, besonders bei Kindern und Jugendlichen [s6, s12].

Rechtlicher Status (DE)

In Deutschland ist Melatonin rechtlich zweigeteilt: Als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) ist es bis zu einer Tagesdosis von 1 mg rezeptfrei verkehrsfähig [s14]. Das BfArM hat Melatonin dosisunabhängig als Arzneimittel eingestuft und als verschreibungspflichtig bewertet [s14]. Das Fertigarzneimittel Circadin® (2 mg, retardiert) ist von der EMA für Erwachsene ab 55 Jahren bei primärer Insomnie zugelassen und in Deutschland verschreibungspflichtig [s13]. Slenyto® ist für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und Smith-Magenis-Syndrom zugelassen [s13]. Die Grauzone zwischen NEM und Arzneimittel führt zu einer uneinheitlichen Rechtspraxis [s14].

Wirkmechanismus

Melatonin entfaltet seine Hauptwirkungen über zwei G-Protein-gekoppelte Rezeptoren: MT1 (Gi-gekoppelt) und MT2 (Gi/Gq-gekoppelt), die im Nucleus suprachiasmaticus (SCN) des Hypothalamus und in der Netzhaut besonders dicht exprimiert werden [s1, s3]. MT1-Aktivierung hemmt die Feueraktivität wachhaltender Neuronen im SCN und senkt die Körperkerntemperatur – beides sind schlafvorbereitende Signale [s1, s3]. MT2-Aktivierung moduliert die Phasenlage der inneren Uhr und ist für die chronobiotische (phasenverschiebende) Wirkung verantwortlich [s3, s8]. Durch diese MT2-vermittelte Wirkung kann exogenes Melatonin den zirkadianen Rhythmus zeitlich verschieben (Phase Advance oder Phase Delay), was die therapeutische Grundlage für die Jetlag-Behandlung bildet [s8]. Melatonin hemmt zudem die Ausschüttung wachhaltender Neurotransmitter (z. B. Histamin, Noradrenalin) und verstärkt indirekt GABAerge Signale, was zu Sedierung beiträgt [s1, s3]. Als direkt wirkendes Antioxidans fängt Melatonin reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies ab (ROS/RNS) und aktiviert antioxidative Enzyme (z. B. Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase) [s9]. Über Hemmung des NLRP3-Inflammasoms und Reduktion pro-inflammatorischer Zytokine (TNF-α, IL-6) wirkt es entzündungshemmend [s9, s10]. Die neuroprotektiven Effekte, die in präklinischen Studien gut dokumentiert sind, konnten beim Menschen bisher nur in Teilen bestätigt werden [s10]. Melatonin wird hauptsächlich über CYP1A2 (und CYP2C19) in der Leber metabolisiert, was relevante Wechselwirkungen mit CYP1A2-Inhibitoren (z. B. Fluvoxamin: bis 17-facher Anstieg der Melatoninspiegel) und CYP1A2-Induktoren (z. B. Carbamazepin, Rauchen) erklärt [s11, s6].

Dosierung

Einschlafprobleme (allgemein)

Dosis
0,5–1 mg
Frequenz
1× täglich abends
Verabreichung
oral
Dauer
kurzfristig (2–4 Wochen), bei Bedarf länger
Timing
30–60 Minuten vor dem gewünschten Schlafzeitpunkt
Nahrungsaufnahme
optional

Jetlag (Ostreisen)

Dosis
3–5 mg
Frequenz
1× täglich abends am Zielort
Verabreichung
oral
Dauer
3–5 Tage nach Ankunft
Timing
Zur gewünschten Schlafenszeit am Zielort, beginnend am Reisetag
Nahrungsaufnahme
optional

Primäre Insomnie bei älteren Erwachsenen (≥55 J.)

Dosis
2 mg (retardiert, Circadin®)
Frequenz
1× täglich abends
Verabreichung
oral
Dauer
13 Wochen (gemäß Zulassung), Verlängerung ärztlich abklären
Timing
1–2 Stunden vor dem Schlafengehen
Nahrungsaufnahme
optional

Schichtarbeit (Tagschlaf verbessern)

Dosis
3–5 mg
Frequenz
1× vor dem Tagschlaf
Verabreichung
oral
Dauer
bedarfsweise
Timing
Kurz vor dem geplanten Tagschlaf
Nahrungsaufnahme
optional
Obergrenze

Das BfR empfiehlt für NEM-Produkte eine maximale Tagesdosis von 1 mg [s6]. Die amerikanische CRN-Guideline setzt die Obergrenze für Nahrungsergänzungsmittel bei 10 mg/Tag [s15]. Klinische Arzneimittelstudien verwendeten bis zu 10 mg, Dosen >3 mg bieten in der Regel keinen Zusatznutzen für den Schlaf und erhöhen das Risiko für Tagesmüdigkeit und Schlafunterbrechungen [s7, s4].

Physiologische Dosen (0,3 mg) sind für Einschlafeffekte oft ausreichend [s7]. Höhere Dosen (5–10 mg) sind bei Jetlag und Schichtarbeit gebräuchlich, sollten aber ärztlich begleitet werden. Retardformulierungen (z. B. Circadin® 2 mg) sind besonders für ältere Patienten mit Durchschlafproblemen geeignet [s13]. Melatonin sollte nicht dauerhaft unkontrolliert eingenommen werden [s6].

Nebenwirkungen

NebenwirkungHäufigkeitSchwere
Tagesmüdigkeit / Schläfrigkeit am nächsten Morgen

Besonders bei Dosen ≥3–5 mg berichtet; dosisabhängig. Nutzerberichte und klinische Daten übereinstimmend [s4, s7, c1, c2].

häufigleicht
Lebhafte Träume / Albträume

Vor allem bei hohen Dosen (≥3 mg) berichtet; mechanistisch durch REM-Modulation erklärbar [c2, c3].

gelegentlichleicht
Kopfschmerzen

In kontrollierten Studien als gelegentliche Nebenwirkung dokumentiert [s4, s5].

gelegentlichleicht
Schwindel / Benommenheit

Beschrieben in RCT-Daten, besonders bei höheren Dosen [s4].

gelegentlichleicht
Übelkeit

In systematischen Reviews als gelegentliche Nebenwirkung erfasst [s4].

gelegentlichleicht
Störung des zirkadianen Rhythmus bei Fehlzeitnahme

Bei falscher Einnahmzeit (z. B. morgens oder mittags) kann Melatonin den Schlaf-Wach- Rhythmus destabilisieren statt stabilisieren [s6, s3].

gelegentlichmoderat
Erhöhte Prolaktinkonzentration

Einzelberichte über Prolaktinanstieg mit möglicher Tagesmüdigkeit und Gehirnnebel; systematische klinische Evidenz begrenzt [c1].

seltenleicht
Hypotonie (Blutdruckabfall)

Melatonin kann den nächtlichen Blutdruck senken; bei vorbestehender Hypotonie relevant [s11].

seltenleicht
Überdosierungsrisiko bei Kindern (Vergiftungsnotfälle)

Zunehmende Vergiftungsnotfälle bei Kindern durch versehentliche oder absichtliche Überdosierung von gummibärchen-förmigen Präparaten; BfR und AASM warnen ausdrücklich [s12].

seltenschwer

Kontraindikationen

hoch
Schwere Leber- oder Niereninsuffizienz

Verlangsamter CYP1A2-Metabolismus führt zur Akkumulation von Melatonin; erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen. BfR rät von Einnahme ab [s6].

mittelhoch
Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus, Multiple Sklerose in akuter Schubphase)

Melatonin hat immunmodulatorische Wirkungen; theoretisches Risiko der Verschlechterung autoimmun-vermittelter Entzündungsreaktionen; BfR nennt Autoimmunerkrankungen als Kontraindikation für NEM [s6].

mittelhoch
Epilepsie

Wechselwirkung mit antiepileptischen CYP1A2-Induktoren (Carbamazepin); BfR rät Epilepsie-Patienten von Melatonin-NEM ab [s6, s11].

mittelhoch
Schwangerschaft und Stillzeit

Keine ausreichenden Daten zur Sicherheit; Melatonin passiert die Plazentaschranke und geht in die Muttermilch über; Einnahme nicht empfohlen [s6].

mittelhoch
Kinder und Jugendliche (außer bei klar indizierter Erkrankung)

Langzeitsicherheit bei typisch entwickelnden Kindern nicht ausreichend belegt; AASM empfiehlt ärztliche Begleitung; BfR warnt vor unkontrollierter Anwendung [s6, s12].

Wechselwirkungen

Synergistisch

Ashwagandha (KSM-66)rct

Vierarmige RCT (Langade et al. 2025, PMC13108063, n=200) verglich KSM-66 300 mg, Melatonin 3 mg, Kombination und Placebo über 8 Wochen. Die Kombination zeigte die stärksten Effekte auf Schlafparameter. Peer-Review-Status der Publikation vor klinischer Anwendung prüfen; als vorläufige RCT-Evidenz eingestuft.

L-Theaninmechanistic

Kein RCT zur direkten Kombination L-Theanin + Melatonin gefunden. Eine Meta-Analyse (Bulman et al. 2025, 19 RCTs, N=897, s18) belegt schlafverbessernde Wirkung von L-Theanin allein (Einschlaflatenz, Schlafqualität). Ein direkter Vergleich Melatonin vs. L-Theanin in Krebspatienten (Kurdi et al. 2024, Indian J Palliat Care) zeigt Melatonin als überlegen; Kombinationsarm fehlte. Synergistische Wir...

Magnesium Glycinatmechanistic

Magnesium Glycinat entspannt die Muskulatur und beruhigt das Nervensystem, während Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Die Kombination wird als sicherer und effektiver Ansatz für erholsamen Schlaf beschrieben. Beide Wirkungen ergänzen sich auf komplementäre Weise.

Apigeninmechanistic

Apigenin wirkt anxiolytisch und schlaffördernd über GABA-A-Rezeptoren und ergänzt Melatonin bei der Schlafeinleitung. Die Kombination wird in bekannten Schlaf-Stacks (z. B. Huberman-Protokoll) empfohlen. Beide Substanzen wirken über unterschiedliche Mechanismen synergetisch.

Zink (Bisglycinat)mechanistic

Zink ist ein essenzieller Kofaktor in der Melatonin-Biosynthese aus Tryptophan. Eine ausreichende Zinkversorgung unterstützt die endogene Melatoninproduktion. Die Kombination kann bei Zinkmangel die Schlafqualität verbessern.

Vitamin B-Komplexmechanistic

B-Vitamine (insbesondere B6, B12, Folat) sind Kofaktoren in der Melatonin-Biosynthese. Eine ausreichende Versorgung unterstützt die körpereigene Melatoninproduktion. Die Kombination ist bei Mangelzuständen besonders sinnvoll.

Glycinmechanistic

Glycin senkt die Körperkerntemperatur und verbessert die Schlafqualität, was den schlaffördernden Effekt von Melatonin ergänzt. In Schlaf-Stacks werden beide Substanzen häufig kombiniert. Die Kombination gilt als sicher und komplementär.

Alpha-Liponsäuremechanistic

Sowohl Melatonin als auch Alpha-Liponsäure wirken als Antioxidantien und können sich im Schutz vor oxidativem Stress ergänzen. Melatonin ist ein direkter Radikalfänger, Alpha-Liponsäure erhöht zusätzlich Glutathion. Die Kombination kann additiven antioxidativen Schutz bieten.

Studien

Tier A — Hohe Evidenz

Design: Systematischer Review, Dosis-Wirkungs-Metaanalyse (RCTs)0Dauer: variabel

Ergebnis: Optimale Dosis und Einnahmezeitpunkt für Melatonin als Schlafmittel

Effektgröße: Dosen 0,3–1 mg effektiv; höhere Dosen kein Zusatznutzen; Timing entscheidend

Design: Doppelblinde, Placebo-kontrollierte RCTTeilnehmer: 170Dauer: 13 Wochen

Ergebnis: Schlafqualität (Circadin® 2 mg) bei älteren Patienten mit primärer Insomnie

Effektgröße: Signifikante Verbesserung der Schlafqualität und morgendlichen Vigilanz vs. Placebo

Design: Systematischer Review und Metaanalyse (Netzwerk-Meta-Analyse)0Dauer: variabel

Ergebnis: Wirksamkeit bei Jetlag, Schichtarbeit und zirkadianen Rhythmusstörungen

Effektgröße: Klare Wirksamkeitsevidenz für Jetlag; moderate Evidenz für Schichtarbeit

Design: Systematischer Review und Metaanalyse von RCTsTeilnehmer: 1912Dauer: variabel (2–13 Wochen)

Ergebnis: Einschlaflatenz, Schlafdauer, Schlafqualität bei Insomnie (komorbid und nicht-komorbid)

Effektgröße: Signifikante Reduktion der Einschlaflatenz; kleine bis moderate Effektgrößen

Tier B — Mittlere Evidenz

Design: Narrativer Review

Ergebnis: Neuroprotektive Effekte von Melatonin bei neurodegenerativen Erkrankungen

Effektgröße: Präklinische Evidenz stark; klinische RCTs begrenzt

Design: Narrativer Review (präklinische und klinische Studien)

Ergebnis: Antioxidative, anti-inflammatorische und neuroprotektive Effekte von Melatonin

Effektgröße: Präklinisch gut belegt; klinische Relevanz beim Menschen noch unklar

Tier C — Niedrige Evidenz

Design: Klinischer Review (pädiatrische Anwendung)

Ergebnis: Sicherheit und Wirksamkeit von Melatonin bei Kindern und Jugendlichen

Effektgröße: Überwiegend sicher bei kurzfristiger Anwendung; Langzeitsicherheit unzureichend belegt

Community-Evidenz

47
Reddit-Threads analysiert
18
Deutsche Forum-Threads
Positiv 68%Neutral 14%Negativ 18%

Häufigste gemeldete Vorteile

  • Schnelleres Einschlafen bei niedrigen Dosen (0,3–1 mg)
  • Sehr wirksam bei Jetlag
  • Hilft bei Schichtarbeit, den Tagschlaf zu verbessern
  • Gute Verträglichkeit bei richtiger Dosierung
  • Kein Abhängigkeitspotenzial wahrgenommen

Häufigste gemeldete Probleme

  • Tagesmüdigkeit und Gehirnnebel bei hohen Dosen (5–10 mg)
  • Lebhafte oder störende Träume
  • Schlechtes Durchschlafen trotz gutem Einschlafen
  • Handelspräparate oft zu hoch dosiert (5–10 mg statt 0,3–1 mg)
  • Wirkt nicht bei allen Anwendern (individuelle Variabilität)
Wichtige Bedenken

Viele Nutzer berichten, dass sie erst nach Reduktion der Dosis von 5–10 mg auf 0,3–1 mg eine verbesserte Wirkung ohne Nebenwirkungen erlebten [c1, c2, c3]. Es gibt vereinzelte Berichte über mögliche Prolaktinerhöhung mit Tagesmüdigkeit nach Langzeitanwendung [c1]. Deutsche Nutzer berichten ähnliche Erfahrungen wie internationale Anwender; das Meamedica- Forum zeigt, dass viele Nutzer Melatonin gut für das Einschlafen, nicht aber für das Durchschlafen finden [c4].

Wissenschaftliche Quellen

  1. Melatonin - StatPearls
    Savage RA, Zafar N, Yohannan S, et al. (2024). NCBI Bookshelf / StatPearlsBPMID:30020613
  2. Unveiling mysteries of aging: the potential of melatonin in preventing neurodegenerative diseases in older adults
    Alghamdi BS, Noor NA, Alamry HM, et al. (2025). Frontiers in Aging Neuroscience / PMCBDOI
  3. Melatonin - Mayo Clinic Drug Information
    Mayo Clinic Staff (2024). Mayo ClinicBLink
  4. Melatonin Use in Pediatrics: A Clinical Review on Indications, Multisystem Effects, and Toxicity
    Abdelgadir IS, Gordon MA, Bhatt-Mehta V, et al. (2024). Pediatric Emergency Care / PMCBPMID:38518348DOI
  5. Circadin - European Public Assessment Report (EPAR)
    European Medicines Agency (EMA) (2007). European Medicines AgencyALink
  6. Melatonin: Rechtslage ungewiss | APOTHEKE ADHOC
    Apotheke Adhoc Redaktion (2022). Apotheke AdhocBLink
  7. Recommended Guidelines for Labeling, Formulation, and Packaging of Melatonin-containing Dietary Supplements for Sleep Support
    Council for Responsible Nutrition (CRN) (2024). Council for Responsible NutritionALink
  8. Clinical Practice Guideline for the Pharmacologic Treatment of Chronic Insomnia in Adults: An American Academy of Sleep Medicine Clinical Practice Guideline
    Sateia MJ, Buysse DJ, Krystal AD, Neubauer DN, Heald JL (2017). Journal of Clinical Sleep MedicineCPMID:27998379DOI
  9. Comparative Evaluation of Ashwagandha (Withania somnifera) Root Extract and Melatonin for Improving Sleep Quality in Adults: A Prospective, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study
    Langade D, Thakare V, Kanchi S, Kelgane S [vollständige Autorenliste gemäß PMC-Eintrag] (2025). PMC / Cureus [Preprint / peer-reviewed — Status per Mai 2026 prüfen]CLink
  10. The effects of L-theanine consumption on sleep outcomes: A systematic review and meta-analysis
    Bulman A et al. (2025). Sleep Medicine ReviewsCLink
  11. Physiology of the Pineal Gland and Melatonin - Endotext
    Arendt J (2022). NCBI Bookshelf / EndotextBLink
  12. The Role of Melatonin in the Circadian Rhythm Sleep-Wake Cycle
    Zhdanova IV, Wurtman RJ (2000). Psychiatric TimesBLink
  13. Efficacy of melatonin for chronic insomnia: Systematic reviews and meta-analyses
    Fatemeh G, Sajjad M, Niloufar R, et al. (2022). Sleep Medicine ReviewsAPMID:35662582DOI
  14. Melatonin for the Treatment of Insomnia: A 2022 Update
    Gamaldo CE, Shaikh AK, McArthur JC (2022). NCBI BookshelfBLink
  15. Melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel: BfR weist auf mögliche Gesundheitsrisiken hin
    Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2021). BfRALink
  16. Optimizing the Time and Dose of Melatonin as a Sleep-Promoting Drug: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials and Dose-Response Meta-Analysis
    Cruz-Sanabria F, Farkas K, Bhatt M, et al. (2024). Journal of Pineal ResearchAPMID:38558464DOI
  17. A Systematic Review and Network Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials Evaluating the Evidence Base of Melatonin, Light Exposure, Exercise, and Complementary and Alternative Medicine for Patients with Insomnia Disorder
    Cheng P, Luik AI, Fellman-Couture C, et al. (2020). Journal of Sleep Research / PMCAPMID:32374068DOI
  18. Antiinflammatory Activity of Melatonin in Central Nervous System
    Cardinali DP, Escames G, Acuña-Castroviejo D (2010). Oxidative Medicine and Cellular Longevity / PMCBPMID:20827338DOI

Community-Quellen

Reddit r/Biohackers24 Beiträge referenziert
D
Reddit r/Supplements15 Beiträge referenziert
D
Reddit r/insomnia18 Beiträge referenziert
D
Meamedica.de & Lifeline.de (deutschsprachige Erfahrungsberichte)18 Beiträge referenziert
D

Lagerung

Ungeöffnet

Kühl, trocken und lichtgeschützt bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Geöffnet

Verpackung dicht verschlossen halten; vor Feuchtigkeit und direktem Licht schützen.

Hinweise

Melatonin ist lichtempfindlich; Lagerung im Originalbehälter empfohlen. Bei Flüssig- oder Spray-Zubereitungen Hersteller-Hinweise beachten.

Verwandte Substanzen

Datenaktualität

2025-07-01
Zuletzt geprüft
2020
Älteste Tier-A-Quelle
2024
Neueste Tier-A-Quelle
2022
Medianjahr der Quellen
2026-07-01
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