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Humanes Wachstumshormon (Somatropin)

Pharmazeutikum
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Auch bekannt als:GenotropinGHGrowth HormoneHGHNorditropinOmnitroperekombinantes humanes WachstumshormonrhGHSomatotropin
82Medical Score
68Community Score
+14Score-Divergenz

Der medical_score (82) liegt 14 Punkte über dem community_score (68), da die medizinische Evidenz primär auf die gut belegte GHD-Behandlung abstellt [s4, s5, s6], während Community- Berichte häufig Off-Label-Szenarien widerspiegeln, in denen der Nutzen-Risiko-Ausgleich ungünstiger ist und Fälschungen sowie hohe Kosten die Erfahrungen negativ beeinflussen [c1, c2, c3].

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Bewertungsskalen

Nutzen
4/5
Risiko
4/5
Kosten
5/5
Evidenz
2/5

TL;DR

Somatropin ist bei echtem Wachstumshormonmangel (GHD) durch multiple RCTs und systematische Reviews gut belegt – Körperzusammensetzung, Knochendichte und Lebensqualität verbessern sich konsistent. Für Anti-Aging und sportliche Leistungssteigerung fehlen überzeugende RCT-Daten, während Langzeitrisiken wie Insulinresistenz und ein potenziell erhöhtes Krebsrisiko real und nicht zu ignorieren sind. Die Community überschätzt den Muskelaufbaueffekt ohne Begleitsteroide deutlich; Fettabbau und Regeneration sind die realistischeren Ziele. Besitz ohne Rezept ist in Deutschland nach AMG und AntiDopG strafbar – Schwarzmarktprodukte sind zudem häufig gefälscht.

Beschreibung

Verschreibungspflichtiges rekombinantes Wachstumshormon zur Behandlung von Wachstumshormonmangel; außerhalb zugelassener Indikationen erhebliche Sicherheitsrisiken [s1, s2].

Somatropin ist ein gentechnisch hergestelltes rekombinantes humanes Wachstumshormon (rhGH), das strukturidentisch mit dem körpereigenen Wachstumshormon der Hypophyse ist [s1]. Es wurde 1985 erstmals in den USA für die Behandlung von Kindern mit Wachstumshormonmangel (GHD) zugelassen und seither auf zahlreiche weitere Indikationen ausgeweitet, darunter Turner-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, chronische Niereninsuffizienz bei Kindern, Kleinwuchs bei SGA-Kindern, adulter GHD, HIV-assoziiertes Wasting-Syndrom und Kurzdarmsyndrom [s1, s2]. Die medizinische Evidenz für die Anwendung bei nachgewiesenem GHD ist gut belegt: In dieser Gruppe verbessert rhGH die Körperzusammensetzung (mehr Magermasse, weniger Fettmasse), erhöht die Knochendichte, verbessert das Lipidprofil und die Lebensqualität [s4, s5]. Bei Kindern mit GHD ist die Steigerung des Längenwachstums gut dokumentiert [s6]. Im Off-Label-Bereich – insbesondere Anti-Aging und Bodybuilding – wird Somatropin häufig eingesetzt, obwohl die Evidenz für diese Anwendungen deutlich schwächer ist [s7, s8]. Eine systematische Übersichtsarbeit zu GH und sportlicher Leistung zeigte keine signifikante Verbesserung der Maximalkraft oder VO₂max, jedoch eine Zunahme des Körpergewichts durch Wasserretention [s8]. Anti-Aging-Studien zeigten zwar Veränderungen der Körperzusammensetzung, aber keine klinisch bedeutsamen funktionellen Verbesserungen bei gesunden älteren Personen, während unerwünschte Wirkungen häufig auftraten [s7]. Auf dem deutschen Schwarzmarkt sind gefälschte und verunreinigte Produkte weit verbreitet, was das Risiko erheblich erhöht [s3]. Somatropin ist nach dem AntiDopG eine verbotene Dopingsubstanz [s3].

Rechtlicher Status (DE)

In Deutschland ist Somatropin ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel (Rx), zugelassen für definierte Indikationen (Wachstumshormonmangel, Turner-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, chronische Niereninsuffizienz, SGA, Kurzdarmsyndrom u.a.) [s1, s2]. Jede Anwendung außerhalb dieser Indikationen gilt als Off-Label-Use. Die Anwendung zu Dopingzwecken ist nach dem Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) strafbar; Besitz ohne Rezept verstößt gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) [s3]. Somatropin ist in Anlage 1 des AntiDopG gelistet [s3].

Wirkmechanismus

Somatropin bindet an den membranständigen Wachstumshormonrezeptor (GHR), der zur Zytokinrezeptorfamilie gehört. Die Bindung bewirkt eine Dimerisierung des Rezeptors und aktiviert die assoziierte Tyrosinkinase JAK2 (Janus-Kinase 2) [s9, s10]. JAK2 phosphoryliert STAT5b (Signal Transducer and Activator of Transcription 5b), das als Transkriptionsfaktor direkt die Expression des IGF-1-Gens in Hepatozyten stimuliert [s9, s10]. IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) ist der wichtigste Mediator der wachstumsfördernden Wirkungen von GH in peripheren Geweben [s10, s11]. Zusätzlich aktiviert GHR folgende Signalwege [s9]: - MAPK/ERK-Weg: vermittelt Zellproliferation - PI3K/Akt-Weg: vermittelt metabolische Effekte und Zellüberleben - STAT1/STAT3-Wege: weitere transkriptionelle Effekte Direkte metabolische Wirkungen von GH umfassen [s12, s13]: - Lipolyse in Adipozyten (direkte GH-Wirkung, entgegen der IGF-1-Wirkung) - Glukoneogenese und Hemmung der Glukoseaufnahme (diabetogene Wirkung, akute Insulinresistenz) - Proteinsynthese-Stimulation in der Skelettmuskulatur GH hemmt die Myostatin-mRNA-Expression in der Skelettmuskulatur signifikant (auf 31 ± 9% des Kontrollwerts, p<0,001), was als ein Mechanismus der anabolen Wirkung gilt [s14]. GH verhindert den proteinkatabolen Effekt von Glukokortikoiden durch Steigerung der Proteinsynthese ohne Hemmung der Proteolyse [s15]. Die GH-induzierte Insulinresistenz ist akut und reversibel: Sie klingt innerhalb von 5 Stunden nach Ende der GH-Exposition ab [s16]. Die zirkadiane Gabe von Somatropin am Abend ahmt das physiologische nächtliche GH-Sekretionsmuster besser nach als eine Morgengabe und führt zu günstigeren Hormon- und Metabolitprofilen [s17].

Dosierung

Allgemein

Dosis
Bis zu 0,054 mg/kg/Tag (entspricht bis zu 0,375 mg/kg/Woche)
Frequenz
Täglich
Verabreichung
injektion-subkutan
Dauer
Bis zum Epiphysenschluss; Behandlungsdauer individuell
Nahrungsaufnahme
optional

Allgemein

Dosis
0,24 mg/kg/Woche (entspricht ca. 0,034 mg/kg/Tag)
Frequenz
Täglich (6–7 Injektionen/Woche)
Verabreichung
injektion-subkutan
Dauer
Individuell; Überprüfung der Indikation bei Erwachsenwerden
Nahrungsaufnahme
optional

Allgemein

Dosis
Bis zu 0,067 mg/kg/Tag (entspricht bis zu 0,47 mg/kg/Woche)
Frequenz
Täglich
Verabreichung
injektion-subkutan
Dauer
Bis zum Aufholwachstum oder Epiphysenschluss; Therapiebeginn ab 2–4 Jahren bei fehlendem Aufholwachstum
Nahrungsaufnahme
optional

Nebenwirkungen

NebenwirkungHäufigkeitSchwere
Wasserretention / periphere Ödeme

GH-induzierte Natrium- und Wasserretention; tritt besonders zu Therapiebeginn auf und nimmt oft ab [s1, s21].

häufigleicht
Gelenkschmerzen (Arthralgien) und Myalgien

Direkter Effekt der GH-Wirkung auf Gelenke und Weichteile; dosisabhängig [s21].

häufigleicht
Karpaltunnelsyndrom (Parästhesien, Taubheitsgefühl der Hände)

Häufige Nebenwirkung (Parästhesie 17,3%, Hypoästhesie 15%), vermutlich durch Gewebeödem bedingt [s21].

häufigmoderat
Insulinresistenz / Hyperglykämie

GH hemmt die insulinvermittelte Glukoseaufnahme (SOCS3-Hochregulation); akut reversibel nach ca. 5 Stunden, bei Langzeitgabe persistierend [s16, s21].

häufigmoderat
Benigne intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri)

Besonders bei Kindern; Symptome: Kopfschmerzen, Sehstörungen, Papillenödem. Therapieunterbrechung erforderlich [s20, s21].

seltenschwer
Akromegalie-ähnliche Veränderungen (Vergröberung der Gesichtszüge, Organvergrößerung)

Bei supraphysiologischen Dosen (Überdosierung) oder Langzeitanwendung außerhalb zugelassener Indikationen [s21].

seltenschwer
Hypothyreose (sekundäre Schilddrüsenunterfunktion)

GH kann den Schilddrüsenhormonmetabolismus verändern; regelmäßige Kontrolle empfohlen [s20].

gelegentlichmoderat
Gynäkomastie

Beschrieben bei Langzeitanwendung, möglicherweise über IGF-1-vermittelte Östrogenstimulation [s21].

seltenleicht
Erhöhtes Krebsrisiko (Zweittumoren bei vorbehandelten Patienten)

Meta-Analyse zeigte erhöhtes Krebsrisiko (SIR 2,74; 95% CI 1,18–4,41) und erhöhtes Risiko für Zweittumoren (RR 1,99; 95% CI 1,28–3,08) in pädiatrischen Studien, besonders bei Hochrisikogruppen [s18]. Kein signifikant erhöhtes Risiko in Low-Risk-Gruppen (isolierter GHD, ISS, SGA) in neueren großen Kohorten [s18].

seltenschwer
Diabetes mellitus (Manifestation oder Verschlechterung)

GH kann latenten Diabetes demaskieren oder bestehenden Diabetes verschlechtern [s21].

gelegentlichmoderat
Epiphysenlösung (Slipped Capital Femoral Epiphysis) bei Kindern

Bekannte pädiatrische Nebenwirkung; Hüftschmerzen erfordern sofortige Abklärung [s20].

seltenschwer

Kontraindikationen

hoch
Aktive Malignome / bekannte Tumoren

IGF-1 hat mitogene und antiapoptotische Wirkungen; GH darf nicht bei aktiven oder unbehandelten Tumoren eingesetzt werden [s18, s1].

hoch
Diabetische Retinopathie (proliferativ)

GH-induzierte IGF-1-Erhöhung kann proliferative Retinopathie verschlechtern [s1].

hoch
Akute kritische Erkrankung (z.B. nach herzchirurgischen Eingriffen, Polytrauma, akutem Atemversagen)

Erhöhte Mortalität unter hochdosierter GH-Gabe in kritisch kranken Patienten wurde in klinischen Studien beobachtet [s1].

hoch
Prader-Willi-Syndrom mit schwerem Übergewicht oder schwerer Atemwegsobstruktion

Plötzliche Todesfälle unter GH-Therapie bei PWS-Patienten mit Atemwegsproblemen beschrieben [s1].

hoch
Geschlossene Epiphysenfugen bei Kindern (für pädiatrische Wachstumsindikationen)

Keine Wachstumsreaktion mehr möglich; akromegaloide Effekte möglich [s20].

mittelhoch
Schwangerschaft und Stillzeit

Keine ausreichenden Daten zur Sicherheit; Anwendung kontraindiziert [s1].

mittelhoch
Unkontrollierter Diabetes mellitus

GH verschlechtert die Insulinresistenz; Blutzuckereinstellung muss vor Therapiebeginn optimiert werden [s16, s21].

Wechselwirkungen

Synergistisch

Ipamorelinmechanistic

Ipamorelin stimuliert die GH-Ausschüttung über den GHRP-Rezeptor (GHS-R), während exogenes Somatropin direkt GH-Spiegel erhöht. Die Kombination kann synergistisch wirken, indem Ipamorelin die pulsatile Sekretion unterstützt und Somatropin den Basisspiegel anhebt.

CJC-1295 (mit DAC)mechanistic

CJC-1295 stimuliert als GHRH-Analogon die Hypophyse zur vermehrten GH-Produktion. In Kombination mit exogenem Somatropin kann die Gesamtwirkung auf IGF-1-Spiegel und anabole Prozesse verstärkt werden.

CJC-1295 (ohne DAC)mechanistic

Als kurzwirksames GHRH-Analogon ergänzt CJC-1295 ohne DAC die GH-Pulse und kann synergistisch mit exogenem Somatropin die IGF-1-Produktion und gewebeanabole Effekte steigern.

BPC-157mechanistic

BPC-157 erhöht die Dichte von Wachstumshormonrezeptoren in Sehnenzellen und reguliert geweberegenerierende Transkriptionsfaktoren hoch. In Kombination mit Somatropin kann dies die Heilungs- und Regenerationswirkung verstärken.

Ashwagandha (KSM-66)mechanistic

Ashwagandha senkt Cortisolspiegel über HPA-Achsen-Modulation. Da erhöhter Cortisol die GH-Sekretion hemmt, kann Ashwagandha das GH/IGF-1-Milieu von exogenem Somatropin indirekt verbessern.

GHRP-2mechanistic

GHRP-2 stimuliert über den GHS-R1a-Rezeptor die pulsatile GH-Freisetzung aus der Hypophyse. In Kombination mit exogenem Somatropin können beide Substanzen die GH/IGF-1-Achse synergistisch aktivieren, wobei GHRP-2 die endogene Sekretion ergänzt.

GHRP-6mechanistic

GHRP-6 ist ein potenter GH-Sekretagogon, der über den Ghrelin-Rezeptor die GH-Ausschüttung stimuliert. Die Kombination mit exogenem Somatropin kann die Gesamtwirkung auf IGF-1 und muskelanabole Prozesse verstärken.

Argininmechanistic

Arginin ist ein bekannter Sekretionsstimulus für Somatropin über Hemmung der Somatostatinausschüttung. Die Zufuhr von Arginin kann die körpereigene GH-Sekretion fördern und damit die Wirkung von exogenem Somatropin ergänzen.

TB-500 (Thymosin Beta-4)mechanistic

TB-500 fördert über Aktin-Polymerisation und Angiogenese die Geweberegeneration auf einem anderen Signalweg als Somatropin. Die Kombination beider Substanzen kann bei Gewebeheilung und Regeneration komplementäre Wirkungen entfalten.

Vorsicht

Unbekanntminor

Antiepileptika können über neuroendokrine Mechanismen (Blockade spannungsabhängiger Na⁺/Ca²⁺-Kanäle, Beeinflussung der GHRH-Sekretion) sowie durch Induktion oder Hemmung von CYP450-Isoenzymen den GH-IGF-1-Regelkreis modulieren. Klinische Daten zeigen kein einheitliches Bild: In pädiatrischen Kohorten wurden unter Carbamazepin/Oxcarbazepin teils erhöhte IGF-1-Spiegel gemessen; eine klinisch sign...

Berberinminor

Somatropin verursacht dosisabhängig Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerspiegel. Berberin verbessert die Insulinsensitivität und beeinflusst den IGF-Signalweg. Die Kombination kann die glukosestoffwechselbezogenen Effekte von Somatropin abschwächen oder unvorhersehbar modulieren.

Alpha-Liponsäureminor

Alpha-Liponsäure verbessert die Insulinsensitivität und die mitochondriale Glukoseverwertung. Da Somatropin die Insulinresistenz erhöht, kann Alpha-Liponsäure die GH-induzierten Glukosestoffwechselstörungen teilweise kompensieren – die Kombination ist nicht grundsätzlich problematisch, sollte aber mit Blutzuckermonitoring begleitet werden.

DHEA (Off-Label)moderate

Sowohl Somatropin als auch DHEA beeinflussen mehrere Hormonsysteme gleichzeitig (Sexualhormone, Insulinsensitivität, IGF-1). Die kombinierte Einnahme kann zu einer unkontrollierten Summierung hormoneller Effekte führen, die schwer vorherzusagen ist.

Ashwagandha (KSM-66)minor

Ashwagandha kann Schilddrüsenhormone (T3/T4) erhöhen, besonders bei Hypothyreose. Da Somatropin-Therapie selbst die Schilddrüsenfunktion beeinflussen kann (TSH-Suppression, Induktion von Hypothyreose), besteht das Risiko einer unvorhersehbaren Schilddrüsenwirkung bei gleichzeitiger Einnahme.

Insulinmoderate

Somatropin hemmt die insulinstimulierte periphere Glukoseaufnahme und erhöht die Glukoneogenese in der Leber, was zu Hyperglykämie führen kann. Bei gleichzeitiger Insulingabe besteht das Risiko unkontrollierter Blutzuckerschwankungen und schwerer Hypoglykämie bei Dosisfehlern.

Gonadorelinminor

Somatropin beeinflusst über CYP3A4-Induktion den Metabolismus von Sexualhormonen und kann die HPG-Achse indirekt modulieren. Die gleichzeitige Anwendung mit Gonadorelin, das LH/FSH-Sekretion stimuliert, kann zu unvorhersehbaren hormonellen Rückkopplungseffekten führen.

Enclomiphenminor

Enclomiphen steigert die endogene Testosteron- und IGF-1-Produktion über Blockade von Östrogenrezeptoren am Hypothalamus. In Kombination mit Somatropin können sich die anabolen und metabolischen Effekte auf Insulinsensitivität und Hormonspiegel unkontrolliert summieren.

Studien

Tier B — Mittlere Evidenz

Design: Internationales, multizentrisches, nicht-interventionelles Register (KIMS; Pfizer International Metabolic Database)Teilnehmer: 15809Dauer: Mittleres Follow-up 5,3 Jahre

Ergebnis: Langzeit-Sicherheit der GH-Ersatztherapie bei Erwachsenen mit GHM: Mortalität, Malignome, kardiovaskuläre Ereignisse, Tumorrezidive

Effektgröße: Mortalität 3,8%; häufigste Todesursachen: Malignome, Herz-/Gefäßerkrankungen, Infektionen, zerebrovaskuläre Erkrankungen; keine erhöhte De-novo-Malignomrate unter GH-Ersatz

Design: Prospektive Registerstudie (HypoCCS — Hypopituitary Control and Complications Study; international, multizentrisch)Teilnehmer: 6631Dauer: Mehrjährige Beobachtung (Surveillance-Datenbank)

Ergebnis: Prävalenz und Inzidenz von Diabetes mellitus unter GH-Ersatztherapie bei erwachsenen GHM-Patienten

Effektgröße: DM-Prävalenz 8,2% (USA 11,3%, Europa 5,7%); Inzidenz 9,7/1.000 Patientenjahre; kein überproportionaler Anstieg gegenüber Hintergrundrate bei normgewichtigen Patienten

Design: Prospektive Kohortenstudie (französische SAGhE-Kohorte); Mortalitätsanalyse nach pädiatrischer rhGH-BehandlungTeilnehmer: 6928Dauer: Durchschnittlich 16,5 Jahre Follow-up (Mortalitätsdaten)

Ergebnis: Gesamtmortalität und ursachenspezifische Mortalität (Knochentumoren, Hirnblutung) nach rhGH-Behandlung im Kindesalter

Effektgröße: Signifikant erhöhte Gesamtmortalität in der französischen Kohorte (Knochentumoren, zerebrovaskuläre Ereignisse); kein erhöhtes Risiko in skandinavisch-belgischer Teilkohorte (n≈2.500)

Community-Evidenz

48
Reddit-Threads analysiert
22
Deutsche Forum-Threads
Positiv 58%Neutral 20%Negativ 22%

Häufigste gemeldete Vorteile

  • Verbesserter Fettabbau (besonders viszerales Fett)
  • Beschleunigte Regeneration nach Training
  • Verbesserte Hautqualität und Schlaf
  • Leichte Zunahme der Magermasse (langsam, über Monate)

Häufigste gemeldete Probleme

  • Wassereinlagerungen in den ersten Wochen
  • Karpaltunnelsyndrom (Taubheitsgefühl in den Händen)
  • Sehr hohe Kosten (Schwarzmarkt- und Apothekenpreise)
  • Langsamer Wirkungseintritt (3–6 Monate bis sichtbare Ergebnisse)
  • Enttäuschender Muskelaufbau ohne gleichzeitige Steroidgabe
  • Häufige Fälschungen auf dem Schwarzmarkt
Wichtige Bedenken

Mehrere Nutzer in deutschen Foren berichten über gefälschte Produkte aus dem Schwarzmarkt sowie über strafrechtliche Risiken beim Besitz ohne Rezept [c2, c3]. In r/PEDs und r/steroids wird kontrovers diskutiert, ob niedrige Dosen (2–3 IU/Tag) für Anti-Aging ohne erhebliche Risiken vertretbar sind; Community-Konsens sieht Dosen >4 IU/Tag als erheblich riskanter an [c1]. Viele Nutzer kombinieren HGH mit Anabolika, was die Nutzen-Risiko-Beurteilung erschwert [c2].

Wissenschaftliche Quellen

  1. Somatropin Information
    U.S. Food and Drug Administration (2023). FDAALink
  2. Physiology, Growth Hormone – StatPearls
    Brinkman JE, Sharma S, Bhatt H, et al. (2023). StatPearls / NCBI BookshelfBLink
  3. Growth hormone and the insulin-like growth factor system in myogenesis
    Florini JR, Ewton DZ, Coolican SA (1996). Endocrine ReviewsBPMID:8854047DOI
  4. Short-term administration of supraphysiological recombinant human growth hormone (GH) does not increase maximum endurance exercise capacity in healthy, active young men and women with normal GH-insulin-like growth factor I axes
    Lange KH, Larsson B, Flyvbjerg A, et al. (2002). Journal of Clinical Endocrinology & MetabolismAPMID:12364442DOI
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    Marin P, Krotkiewski M, Bjorntorp P (1995). MetabolismCPMID:7490528DOI
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  7. Human growth hormone prevents the protein catabolic side effects of prednisone in humans
    Horber FF, Haymond MW (1990). Journal of Clinical InvestigationAPMID:2195062DOI
  8. Growth hormone (GH)-induced insulin resistance is rapidly reversible: an experimental study in GH-deficient adults
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    Novo Nordisk (2017). FDA accessdataALink
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  14. Somatropin Side Effects: Common, Severe, Long Term
    Drugs.com (2024). Drugs.comBLink
  15. Growth hormone stimulates skeletal muscle protein synthesis and antagonizes insulin's antiproteolytic action in humans
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  16. Testosterone supplementation in healthy older men drives GH and IGF-I secretion without potentiating peptidyl secretagogue efficacy
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  17. Additive effects of growth hormone and testosterone on lipolysis in adipocytes of hypophysectomized rats
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  18. S2e-Leitlinie: Diagnostik des Wachstumshormonmangels im Kindes- und Jugendalter
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  19. Long-term Safety of Growth Hormone in Adults With Growth Hormone Deficiency: Overview of 15 809 GH-Treated Patients
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  20. Prevalence and incidence of diabetes mellitus in adult patients on growth hormone replacement for growth hormone deficiency: a surveillance database analysis
    Attanasio AF, Jung H, Mo D, Chanson P, Bouillon R, Ho KK, Lamberts SW, Strasburger CJ; HypoCCS International Advisory Board (2011). Journal of Clinical Endocrinology & MetabolismCPMID:21543424DOI
  21. GENOTROPIN (somatropin) for injection — US Prescribing Information
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  22. Treatment of hypopituitarism in patients receiving antiepileptic drugs
    Filipsson Nyström H et al. (2014). The Lancet Diabetes & EndocrinologyCDOI
  23. Anlage AntiDopG (zu § 2 Absatz 3) – Anti-Doping-Gesetz
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  24. Growth Hormone and Aging – Endotext
    Vance ML, Mauras N, et al. (2019). Endotext / NCBI BookshelfBLink
  25. Clinical and cost-effectiveness of recombinant human growth hormone (somatropin) in adults – NICE report (ScHARR)
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  26. Recombinant human growth hormone for the treatment of growth disorders in children: a systematic review and economic evaluation
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  27. Growth hormone, athletic performance, and aging
    Harvard Health Publishing (2022). Harvard HealthBLink
  28. Systematic Review: The Effects of Growth Hormone on Athletic Performance
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  29. Somatotropin – DocCheck Flexikon
    DocCheck Medical Services GmbH (2023). DocCheck FlexikonBLink

Community-Quellen

Reddit r/PEDs, r/steroids, r/Fitness, r/Biohackers48 Beiträge referenziert
D
extrem-bodybuilding.de Forum22 Beiträge referenziert
D
peak.ag / steroidzentrum.de / steroideapotheke.com15 Beiträge referenziert
D

Lagerung

Ungeöffnet

Kühlschrank (2–8°C), nicht einfrieren. Lichtgeschützt aufbewahren.

Geöffnet

Je nach Präparat: Mehrdosisbehältnisse nach Anbruch 28 Tage im Kühlschrank (2–8°C) oder bis zu 3 Tage bei Raumtemperatur (max. 25°C) – produktspezifische Angaben beachten.

Hinweise

Injektionslösungen dürfen nicht verwendet werden, wenn sie trüb oder verfärbt sind. Produktspezifische Lagerhinweise der Fachinformation (z.B. Norditropin, Omnitrope) sind verbindlich [s1, s20].

Verwandte Substanzen

Datenaktualität

2025-07-01
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Medianjahr der Quellen
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